Wednesday, 21. april 2010 3 21 /04 /Apr. /2010 19:04

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Wo einst die Flamingos von Kaiser Nero herumstolzierten, liessen seine Nachfolger ein riesiges Amphitheater errichten, in dem das Volk mit Gladiatorenspielen und Tierhatzen bei Laune gehalten wurde. Dank seines guten Erhaltungszustandes wurde es zum Wahrzeichen Roms.

 

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Dreimal in der Woche verdient sich Mario als Gladiator ein Zubrot. Wenn er mit sardonischem Grinsen sein Schwert an den Hals seines "Opfers" legt, klicken die Kameraverschlüsse. Die Idee kam ihm, als er sah, was für ein beliebtes Fotomotiv die Schweizergardisten sind. Mit ein paar Freunden schneiderte er sich ein Legionärskostüm und posiert nun zur Freude vieler Touristen gegen einen Obolus (ca. 5 Euro) mit ledernen Sandalen vor dem Kolosseum.

 

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Auch wenn heute in den Arkaden nicht mehr die Statuen von Göttern, Helden, legendären und historischen Personen der römischen Geschichte auf die vorbeieilenden Besucher herabblicken, gehört das Kolosseum mit seiner 50 m hohen Travertinfassade zu den beeindruckendsten Monumenten der römischen Antike. Nicht zufällig wurde es 2007 zu den neuen sieben Weltwundern gekürt. Einen grossen Einfluss auf die Architektur hatte seine Aussenfassade mit den drei übereinanderliegenden, von einem Attikageschoss bekrönten Arkaden. Die von Halbsäulen gerahmten Arkaden folgen einer strengen Ordnung: im ersten Geschoss tragen sie dorische, im zweiten ionische und im dritten korinthische Kapitelle. Viele Jahrhunderte später nannte man diese viel kopierte Geschossordnung nach dem römischen Vorbild Kolossalordnung. Den Abschluss bildet ein viertes Geschoss. Auf den aus der Atikazone herausragenden Mauerblöcken standen Holzmasten, von denen Sonnensegel aus Leinen über die Sitzreihen gespannt waren, um die Zuschauer vor zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen. Zwischen dem Kolosseum und der Via dei Fori Imperiali entdeckt man am Boden noch Reste der Halterungen für die Seile.

 

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Was den Europäern das Fussball- und den Amerikanern das Rugbyspiel ist, waren den alten Römern die Gladiatorenspiele und Tierhatzen im Kolosseum. Anders als heutige Besucher mussten die Römer, die zu den Spielen in ihren weissen Togen zu erscheinen hatten, selten Schlange stehen. Wer den Bau umrundet, kann an den unteren Arkaden noch die römischen Ziffern entdecken. Mit kostenlosen Eintrittsmarken versehen, konnten sich die bis zu         50 000 Zuschauer rasch auf die 76 nummerierten Eingänge verteilen. Über einst stuckverzierte Gänge und Treppen gelangte man in die Arena. In den Ecken standen die Buchmacher und nahmen Wetten entgegen und  fliegende Händler boten Sitzkissen. Heute erreicht man die einstigen Zuschauerränge auch direkt mit einem transparenten Fahrstuhl.

 

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Die meisten Zuschauer fanden sich schon früh ein, ein jeder nahm seinem Rang entsprechend Platz. Der Kaiser und seine Familie, die Vestalinnen und Konsuln nahmen die Sitze auf der 4 Meter hohen Haupttribüne ganz vorne ein. Dann folgten drei Ränge für die männlichen Bürger und schließlich ein hölzerner Rang für die untersten Schichten, sowie die Frauen. Da die Spiele oft den ganzen Tag dauerten, nahm man zwischendurch einen Imbiss zu sich wie z.B. Huhn, Obst oder Oliven.

Der Eintritt zum Kolosseum kostet 9,00 Euro

Tipps:

Für ein Kolosseumsbesuch ohne langes Anstehen empfiehlt sich der Roma Pass, oder eine Extrabuchung bei www.pierreci.it (1,50 Euro Zuschlag zum Eintritt)

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von Agathe Manetti
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Friday, 12. march 2010 5 12 /03 /März /2010 11:31
Die Urlaubsregion Trasimenischer See - ein Ort voller Ruhe und Geborgenheit

Lago Trasimeno 2

Der Trasimenische See befindet sich günstig gelegen im Zentrum Italiens an der Grenze zwischen der Toskana und Umbrien, mit Florenz im Norden, Rom im Süden, Siena im Westen und Perugia im Osten. Die Ferienregion umfasst acht Gemeinden: In der Hügellandschaft oberhalb des Sees liegen Città della Pieve, Paciano, Panicale und Piegaro. Direkt am Seeufer befinden sich Castiglione del Lago, Magione, Passignano sul Trasimeno und Tuoro sul Trasimeno. Das Gebiet erstreckt sich über 787 qkm und hat etwa 50 000 Einwohner.

Castiglione del Lago Castiglione del Lago; Foto Quelle

Città della Pieve
Città della Pieve

Panicale

Panicale


Am Trasimenischen See vereinen sich in wunderbarer Harmonie die weichen Linien der grünen Hügel Umbriens und der Toskana. Der anmutige See wartet an seinen Ufern mit romantischen Orten auf, in denen es eine Menge an Geschichte und Kultur aufzuspüren gibt. Die steigende Anzahl an Touristen und Hotelbetrieben hat der Gegend jedoch nichts von ihrem ursprünglichen Charme genommen. Auch heute noch findet der Reisende hier Ruhe, Geborgenheit und unberührte Natur. Der See ist mit einer Fläche von 128 qkm der viertgrösste See Italiens. Er wird von einigen Bächen gespeist und hat eine maximale Tiefe von sechs Metern. Aus ihm erheben sich drei Inseln: die Isola Maggiore, die Isola Minore und die Isola Polvese.

Der Trasimenische See wurde offiziell im Jahr 2006 in das Netzwerk der "Living Lakes" aufgenommen, da er alle wichtigen Aufnahmekriterien erfüllt: seine Ufer sind nur mäßig bebaut und sein Wasser ist unverschmutzt. Seine natürlichen Lebensräume sind weitgehend unversehrt und bieten nicht nur vielen seltenen Tieren und Pflanzen Schutz, sondern stellen auch für den Menschen einen Lebens- und Erholungsraum von hoher Qualität dar.

Der See liegt auf halbem Weg zwischen Florenz und Rom. Ganz abgesehen von den vielen liebenswürdigen lokalen Traditionen findet man hier auf Schritt und Tritt hochrangige Kulturgüter. Die Entfernungen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Einzelnen: Cortona 18 km, Florenz 120 km, Siena 70 km, Chiusi 10 km, Orvieto 42 km, Todi 60 km, Rom 145 km, Spoleto 85 km, Urbino 124 km, Gubbio 56 km, Perugia 20 km, Assisi 42 km.

von Agathe Manetti - veröffentlicht in: Unbrien
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Friday, 26. february 2010 5 26 /02 /Feb. /2010 09:04
In der Provinz  Brindisi erzählen Steine und Bauten von der bewegten Geschichte von Apulien. Die Via Appia und di Via Traiana, die die Stadt einst mit Rom verbanden, haben ihre Spuren auf den modernen Straßen hinterlassen, ein Pfad der uns durch ein Reiche Kultur geleitet.  Die Stadt, in der Vergil starb, beherbergt die Überreste von zwei Säulen aus dem zweiten Jahrhundert v. Chr., die gleichzeitig auch das Ende der Via Appia markieren.

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Die Normanen, Staufer und Anjou herrschten im Landesinneren der Provinz von Brindisi, das einst das Land der Messapier war. Die Burgen von Mesagne, Oria und Ceglie Messapica tragen Zeugnis dieser italienischen Bevölkerung. Neben der städtischen Landschaft wird die Gegend durch bizarre Schluchten und Höhlen charaktersiert, die sich durch die Jahrhunderte durch die Erosion der Flüsse gebildet haben. Die Felshöhlen in der Nähe von Ostuni tragen Zeugnis der Basilianermönche.

Entlang der Küste nördlich von Brindisi erzählen die Wachtürme die Geschichte der Piraten und der Sarazenen. Ebenso gibt es hier auch die archäologischen Stätten der römischen Stadt Egnatia zu bestaunen.

Das fruchtbare Itria Tal ist von einer üppigen Vegetation aus Ölbaumen, vielen Gehöften und kleinen Festungen aus Stein  gekennzeichnet. Die Küsten zeichnen sich durch lange Sandstrände, Dünen und Naturschutzgebiete aus. Es gibt hier viele Spuren des antiken messapischen Volks , sowie Felssiedlungen, Burgen und bizarre  Trulli-Bauten aus trockenem Stein. Die Messapier bauten hier zwischen dem IX - VII Jahrhundert v. Chr. mehrere Siedlungen, die sie mit gigantischen Mauern befestigten. Sowohl Oria, mit seiner charakteristischen Burg, als auch die Ortschaft Mesagne bewahren Zeugnisse, die die Geschichte, Sitten und Gebräuche dieses Volks  rekonstruieren lassen.

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 Die Trulli (Trulli stammt aus dem alt-griechischen und bedeutet Kuppel) sind die typischen Bauten des zentral-südlichen Apulien. Obwohl in diesem Gebiet archäologische Reste aus der prähistorischen Zeit und Steinhütten aus der Bronzezeit gefunden wurden, gibt es nicht sehr alte Trulli. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass sobald ein Bau rennovierungsbedürftig war, niederschlagen wurde, und die Materialien zur Konstruktion eines neuen Trulli wiederverwendet wurden. Die ältesten unter ihnen stammen aus dem sechzehnten Jahrhundert und sind in der apulischen Hochebene der Murgia vorzufinden. Die Trulli von Alberobello wurden von der UNESCO sogar zum Weltkulturerbe erklärt.

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von Agathe Manetti
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Thursday, 11. february 2010 4 11 /02 /Feb. /2010 17:24
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Das typische Merkmal der Landschaft der Marken ist eine Folge von Hügeln, da sich wie Wellen bis zur Küste erstrecken. Bei einer Fahrt  kann man die spektakulären Farben der Obstplantagen und Getreidefelder geniessen. In den Marken werden vorrangig Weizen, Wein und Olivenbäume  kultiviert. Zu den renommierten Weinen der Region zählen 15 *DOC-Weine und * 2 DOCG-Weine. Die Destillation von bitteren und verdauungsfördernden Likören blickt  auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurück. Zudem bietet sich dem Besucher ein reichhaltiges Angebot an leckeren Wurstwaren und Käsesorten, weissem und schwarzem Trüffel, Olivenöl, Honig und Pilzen.

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Oft wurden im Hinterland alte Villen oder Herrenhäuser renoviert und zu Agritourismen umfunktioniert, ohne dass dabei aber in die ursprüngliche Architektur eingegriffen wurde. In die ruhige Landschaft eingebettet, liegen alte Städtchen, die in einem Kontinuum an Vergangenheit und Gegenwart leben. Die Einwohner leben schlicht aber glücklich. Es ist genau hier, wo man sich einer unverfälschten Gastfreundschaft erfreuen kann.  Nicht weniger als 18 Gemeinden tragen die Auszeichnung des Clubs "Die schönsten Ortschaften in Italien". Die  Auszeichnung kommt  kleinen italienischen Städten mit starkem künstlerischen und historischem Interesse zu gute. Zu diesen achtzehn gehören die Städtchen  Cingoli, Corinaldo, Gradara, Grottammare, Matelica, Montecassiano, Montecosaro, Montefabbri, Montefiore dell'Aso, Montelupone, Moresco, Offagna, Offida, San Ginesio, Treia,  Esanatoglia, Sarnano und Visso.

Zudem wurden die Marken vom Touring Club mit insgesamt 17 orangenen Flaggen ausgezeichnet. Die renommierte orange Flagge steht sowohl für den Schutz und Erhaltung des kulturellen Erbes und der Umwelt, als auch den Touristen zur Verfügung gestellten Dienstleistungen an Gastfreundschaft,  Speisen und Weinen.


* DOC- Weine (denominazione di origine controllata) = Weine kontrollierter Ursprungsbezeichnung

* DOCG-Weine  (denominazione di origine controllata e garantita) =  Weine kontrollierter und garantierter Ursprungsbezeichnung
von Agathe Manetti
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Thursday, 11. february 2010 4 11 /02 /Feb. /2010 15:06
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Es freut mich, dass Du mich auf meinem Blog besuchen kommst. Ich bin vor 5 Jahren in mein Lieblingsland Italien ausgewandert. Ich lebe zusammen mit meinem Mann und meiner Katze "Clementina" in Pisa, in der wunderschönen Toskana.

Auf meinem Blog werde ich Euch über meine Wahlheimat Italien, den schönen Regionen, Orten, Landschaften und Stränden erzählen.

Viel Spass beim Lesen!

Agathe
von Agathe Manetti
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